Fritusalim e.V.

kollektiv betriebenes Falafelgeschäft

account_balance Nahrungsmittel , Hamburg

Fritusalim e.V - kollektiv betriebenes Falafelgeschäft

 

Wir sind ein Freundeskreis, der seit mehreren Jahren gemeinsam auf Festivals und Stadtfesten Falafel verkauft.

Bisher waren wir als GbR organisiert, mit drei Personen als Teilhabern. Letztes Jahr haben wir aber entschieden, dass wir in dieser Form nicht weiterarbeiten wollen, sondern Arbeitsabläufe und Entscheidungen gemeinsam organisieren wollen, genauso wie auch ein eventuelles Risiko auf unser aller Schultern verteilen.

 

Als Rechtsform haben wir dafür den Verein gewählt.

Für uns alle ist Fritusalim (bisher) ein Nebenjob bzw. eine Mischung aus Arbeit und Freizeit. Das ist vor Allem durch den sehr saisonalen Character des Festivalgastrogewerbes bedingt, wodurch wir gar nicht die Möglichkeit haben, ganzjährig hauptberuflich unseren Lebensunterhalt damit zu verdienen.

(Erstmal bleibt es auch dabei, langfristig können wir uns aber auch andere Arbeitsorte und -kontexte vorstellen wie z.B. Falafel bei Konferenzen o.ä. zu verkaufen.)

 

Wir beschäftigen uns derzeit vor Allem mit (informellen) Machtstrukturen und Transparenz in der Gruppe. Wir wollen, dass alle alle Arbeitsschritte kennen und wir einander vertrauen, diese auch zu übernehmen. Dafür nehmen wir uns gerade viel Zeit und sicherlich werden wir uns damit auch noch lange beschäftigen

 

Ein großes Thema ist bei uns auch das Lohnkonzept. Im Laufe des Umstrukturierungsprozesses haben wir uns viel damit auseinandergesetzt, wer wieviel Lohn für welche Arbeit bekommt. Schnell ist klar geworden, dass wir gerne das kollektiv erwirtschaftete Geld in ein von uns gemeinsam ausgewähltes Projekt/ einen Zweck stecken wollen anstatt es unter uns aufzuteilen. Gleichzeitig haben wir innerhalb der Gruppe (wie in fast allen Gruppen) verschieden viel Geld zur Verfügung und verschiedene Beschäftigungsmäglichkeiten; einige haben gut bezahlte Jobs und können leicht Geld verdienen, andere haben keinen oder einen schlecht bezahlten Job und müssen jeden Monat gucken, wie das Geld reicht. Wir wollen das bei unserem Lohnkonzept miteinbeziehen und haben uns daher gegen einen festen Studnenlohn und für eine Art Bedarfslohn entschieden. Das heißt, jedes Kollektivmitglied kann nach Selbsteinschätzung einen Lohn ausgezahlt bekommen bis zu einer von uns gemeinsam gesetzten Höchstgrenze, unabhängig von der gearbeiteten Stundenzahl. Wer also viel Geld zur Verfügung hat, zahlt sich nichts aus. Wer wenig hat, zahlt sich mehr aus. Das probieren wir diese Saison zum ersten mal aus und werden über den Winter reflektieren, ob das Konzept für uns funktioniert. Wir haben bisher ein ziemlich gutes Gefühl damit.

Was wir auch diese Saison gemacht haben und ausbauen wollen ist, unsere Hütte an andere Gruppen ausleihen um damit Soligeld zu verdienen. Ganz ohne uns gehts dabei nicht, weil viele Schritte im Hintergrund wie z.B. Warenkalkulation, Kommunikation mit Festivalbetreibenden etc. nicht abgegeben werden können. Wir freuen uns aber, damit Gruppen beim Erarbeiten von Soligeld unterstützen zu können und freuen uns auf kommenden Zusammenarbeiten.

 

 

Infobox
Fritusalim e.V.

Hamburg

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